Feature vom 27.02.10 "Familie Montaña–Sans Papiers"
Zusammen mit seinen Eltern kam Juan Montaña als kleines Kind vor 12 Jahren in die Schweiz. Der Asylantrag der Eltern wurde abgelehnt, die Eltern liessen sich scheiden. Die Mutter blieb mit Juan in der Schweiz. Er hatte die Schule hier gemacht und als guter Sek A Schüler abgeschlossen. Längst ist die Schweiz zu seiner Heimat geworden. Am 15. September dieses Jahres wurde Juan anlässlich eines Fussballspieles in Zürich verhaftet. Zwei Tage danach wurde auch seine Mutter in der Wohnung festgenommen. Bereits drei Tage später musste sie das Land verlassen, ohne ihren Sohn. Dies löste im Umfeld von Dennis und Juan eine Welle der Solidarität aus. Juan blieb eine weitere Woche in Ausschaffungshaft, bis sein Anwalt ein Härtefallgesuch erwirkte.
Das Gesuch wurde Mitte Februar von der beratenden Härtefallkommission positiv beurteilt. Da zuvor das Migrationsamt den Antrag bereits abgelehnt hatte, musste Regierungsrat Hans Hollenstein entscheiden. Er hat das Gesuch abgelehnt, was Ende Februar zu grösserem Medienecho über Sans Papiers führte.


